Emotionales Essen - Wie du es schaffst auszusteigen!

Aktualisiert: Juni 30



Bildquelle: Adobe Stock



Mit emotionalem Essen versuchen wir Gefühle zu betäuben oder gar zu unterdrücken. Wir suchen z.B. Trost in Schokolade oder interessante Beschäftigung für unsere Hände in Chips um eine Lücke zu füllen.

Es sind vielmehr Menschen von emotionalem Essen betroffen als uns bewusst ist. Der Grund liegt darin, dass es nicht einfach ist, echten Hunger von seelischem Hunger zu unterscheiden.

Dieser Unterschied ist in der Theorie allerdings leicht zu erklären:

  • Essen bei physischem Hunger dient der Nährstoffaufnahme und dem Wachstum. Dieses Ziehen und Knurren in der Magengegend, welches wir dabei wahrnehmen, hört also in der Regel nach dem Essen auf. Wir hören bei einem gesunden Essverhalten also auf zu essen wenn wir satt sind. Man spricht hier auch vom intuitiven Essen.

  • Wenn wir nun essen um unseren psychischen Hunger zu stillen, möchten wir ein bestimmtes Gefühl erzeugen um ein anderes zu verdrängen. Dazu verspüren wir meist Lust auf ganz bestimmte Lebensmittel.

Leider tritt jedoch in den meisten Fällen das Gegenteil ein. Wir fühlen uns meist danach noch schlechter. Zu dem betäubenden Gefühl, das immer noch spürbar ist, gesellt sich zusätzlich noch schlechtes Gewissen über die gegessene Menge an Lebensmittel die wir eigentlich ja gar nicht essen wollten.

Nüchtern betrachtet ist es also einfach zu unterscheiden. Jedoch im Alltag und in den jeweiligen Situationen, in denen unsere Seele nach den bestimmten Lebensmitteln verlangt, ist es nicht einfach, klar zu sehen um welchen Hunger es sich handelt. Das hängt mit vereinfacht gesagt mit unserem "Belohnungszentrum" im Gehirn zusammen.


Nehmen wir beispielsweise an, wir essen immer Süßes nach einem anstrengenden Tag als Belohnung. Der Geschmack von Süßem auf der Zunge erzeugt kurzfristig somit Glücksgefühle und das Gehirn speichert das so ab.

An dieser Stelle möchte ich auf den letzten Blog-Artikel „Warum Essgewohnheiten so schwer zu ändern sind“ hinweisen. Darin erläuterte ich bereits, dass unser Essverhalten auf sogenannten Autobahnen gespeichert wird und dann ganz autonom abläuft.

Wir greifen also irgendwann ganz automatisch, ohne darüber nachzudenken, zur Naschlade um uns zu belohnen.

Das Problem dabei ist nicht das Naschen an sich. Sondern die Gewohnheit, die daraus entsteht und das fehlende Bewusstsein was und warum gegessen wird. Essen aufgrund von Trauer, Frust, Wut, Ärger oder Langeweile kann also dann zum Problem werden wenn es zur Selbstverständlichkeit wird. Denn dann, wird irgendwann aus der Lust nach bestimmten Lebensmittel ein Zwang. Dann sprechen wir auch von gestörtem, oder krankhaftem Essverhalten, für welches ich an dieser Stelle an professionelle Hilfe in spezialisierten Therapiezentren hinweisen möchte.

Wie können wir nun also diese Schleife durchbrechen, dass es gar nicht soweit kommt? Nun ja, wir wissen bereits, dass unser Essverhalten automatisch abläuft. Darin einzugreifen, ist also nur möglich wenn wir uns dessen bewusst werden. Wenn wir uns in Achtsamkeit üben und genau betrachten welche Lebensmittel wir essen und vor allem in welchen Situationen. Ein Ernährungstagebuch ist hier ein hervorragender Tipp um einen guten Überblick zu bekommen. Nach ein bis zwei Wochen zeigt dich dann oftmals ganz deutlich wo wir genauer hinsehen dürfen.

Der Schlüssel ist auch hier Geduld und Ehrlichkeit zu sich selbst. Es bedarf viel Übung, sich dieser Situationen bewusst zu werden und auch hinsehen zu wollen. Denn es ist meist sehr schmerzhaft sich über die Gefühle, die mittlerweile völlig autonom betäubt oder verdrängt werden wollen, klar zu werden und diese anzunehmen. Und genau hier bedarf es manchmal auch Hilfe die es dann gilt anzunehmen, welche wiederum eine Hürde für viele Menschen darstellt um aus dem wiederkehrenden Kreislauf auszusteigen.



Deshalb möchte ich euch ein paar ganz einfach Grundsätze zur Selbsthilfe darstellen:


1. Achtsamkeit: Sich selbst die Frage stellen – welchen Hunger verspüre ich? Wie fühle ich mich?

2. Annahme: Wenn du merkst dass es sich um rein psychischen Hunger handelt, dann darfst du hinsehen und dir bewusst machen welche Gefühle du spürst.

3. Plan erstellen: Gefühle wollen und dürfen gelebt werden. Fühle in dich hinein was genau du brauchst oder probiere aus was dir gut tut um wieder ruhig in deine Mitte zu kommen. Das kann ein Spaziergang sein, dass kann ein Workout sein, ein nettes Gespräch mit dem Partner oder einer Freundin oder auch einfach ein entspannendes Bad mit einem Buch.

4. Umsetzen: Wenn du dir eine Strategie zurecht gelegt hast, setze sie um. Ändere sie wenn notwendig und hab Geduld mit dir selbst.

5. Geduld: Es kann sein, dass du nicht gleich auf Anhieb ein für dich befriedigendes Ersatzprogramm für das Essen aus Gefühlszuständen heraus, findest. Dann darfst du dies an dieser Stelle annehmen und bei Punkt 3 weitermachen.

6. Ziel vor Augen führen: Um diese Punkte auch anwenden zu können, ist es Grundvoraussetzung, dass du dein Essverhalten ändern WILLST! Denn ohne deinem Ziel vor Augen und deiner Klarheit im Herzen, wird es nicht möglich sein etwas zu ändern.

Eine große Hilfe stellt in solchen Fällen wie bereits erwähnt ein Ernährungstagebuch dar. Es reicht dazu ein einfaches Notizbuch um die gesammelten Informationen zu notieren um daraus lernen zu können.

In meiner neuen Challenge für dich „Es ist Zeit für die Frau in dir – gelassen Mama sein!“, ist auch das ein Thema. Ich begleite dich durch deinen Alltag und deine Themen die du für dich klären und auflösen möchtest. Wenn es für interessant ist, ganz bequem von zu Hause mit professioneller Hilfe, dein Leben zum positiven zu verändern, dann schau gleich mal rein und schreib mir ganz unverbindlich um mir deine Frage dazu zu stellen. Deine Reise kann bereits am 15. Juni losgehen.

Alles Liebe, Cornelia





39 Ansichten
 

06502905666

Mooszeile 20, 3943 Schrems, Österreich

Datenschutzerklärung

Impressum

  • Facebook
  • Instagram

©2020 MamiPower. Erstellt mit Wix.com