WARUM ESSGEWOHNHEITEN SO SCHWER ZU ÄNDERN SIND!



Letzte Woche schrieb ich über meine Top Gründe auf meine Ernährung zu achten. Heute erzähle ich wie versprochen, über die Ernährungsgewohnheiten warum es so schwer ist diese umzustellen.


Du darfst dir zunächst mal vereinfacht vorstellen wie es im Gehirn aussieht. Nervenzellen stellen mehr oder weniger starke Verbindungen zueinander her. Und auf diesen sind u.a. unsere Verhaltensmuster, Denkmuster, einfach alles bereits Erlernte gespeichert. Bildlich dargestellt kann man sagen: die Nervenzellen sind Städte und die Verbindungen die zugehörigen Straßen. Je öfter eine Straße befahren wird umso breiter wird sie – d.h. wenn du zB. von klein auf als Kind immer zum Frühstück Butterbrot mit Marmelade gegessen hast, dann wird auf dieser einen Straße, die wir nun Frühstück nennen, dies abgespeichert. Und jedes Mal wenn du morgens dein Marmeladenbrot verspeist wird diese Straße befahrener und fester. Aus dem schmalen Feldweg wird ein Güterweg, Bundesstraße und irgendwann flitzen die Informationen über eine vierspurige Autobahn. Die Frage was es zum Frühstück geben wird ist dann hinfällig – es wird völlig „normal“ sein, dass du Butterbrot und Marmelade auf den Tisch stellst. Unser Gehirn ist zu diesem Thema quasi auf Autopilot.


Wenn du nun also deine morgendlichen Frühstücksgewohnheiten ändern möchtest darfst du geduldig sein. Immerhin bevorzugst du vermutlich bei einer Reise vom Waldviertel nach Wien auch die Autobahn, anstelle der nebenliegenden kleinen Straßen für Traktoren oder den Landstraßen durch die vielen Ortschaften. So kannst du dir das auch mit deinen Essgewohnheiten vorstellen. Sie sind auf diesen Verbindungen (Nervenbahnen) zwischen den Nervenzellen gespeichert und es bedarf zunächst eines neuen Weges durch eine unbefahrene Wiese um eine neue Verbindung aufzubauen. Wenn du nun jeden Tag diesen Weg mit einer neuen Gewohnheit zum Frühstück, gehen oder fahren wirst, wird er zu einem Güterweg. Dieser wird durch positive Veränderungen (ich nehme jetzt an, dass du Dinge zu deinem Vorteil veränderst) zusätzlich verstärkt und gefestigt. So fällt es dir leichter die schmale Straße zu wählen anstelle der alten Autobahn.


Langfristig wird dein zu Beginn leicht niedergetretener Weg in der Wiese zu einer starkbefahrenen Autobahn und du wirst im Autopilotmodus dir dein Frühstück richten, welches deinen Blutzuckerspiegel stabil hält, dir Kraft und Konzentration für den Vormittag bringt!


Wichtig dabei ist, dass du dir auch Rückschläge eingestehst!! Denn es ist völlig verständlich wenn es an stressigen Tagen mal doch lieber die Autobahn sein darf. Dafür dürfen wir uns für den nächsten Tag vorbereiten um wieder den neuen Weg zu gehen. Und genau darin liegt das Geheimnis einer Ernährungsumstellung und warum jede Diät von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist!


Geht es sich an einem hektischen Morgen (ich bleibe nun beim Frühstück) mal nicht aus, sich für die neue Frühstücksvariante, Zeit zu nehmen, dann fällst du ganz automatisch in dein altes Muster. Du DARFST das zunächst einfach ANNEHMEN und REFLEKTIEREN. Denn es ist gut so wie es ist, ansonsten hätte es keine Evolution gegeben – unser Überleben ist damit gesichert. So kannst du dir auch erlauben in Ruhe hinzusehen, warum es heute nicht geklappt hat und dann diese Erkenntnis für dich nutzen, um am nächsten Morgen nicht noch einmal über denselben Stein zu stolpern. Vielleicht also am Vorabend schon etwas vorbereiten um dann neben den Kindern bereits dein eigenes Frühstück schon parat zu haben.


Wir Erwachsenen sind glücklicherweise in der Rolle uns selbst die Dinge ganz zu unserem Vorteil richten zu können. Also warum nutzen wir diesen nicht um auf uns zu achten, um mit aller Liebe und Fürsorge auch den Kindern Gutes zu tun!?


Das Beste was wir unseren Kindern also mitgeben können ist, auf unser eigenes Ernährungsverhalten zu achten. Wir dürfen sich Zeit dafür nehmen, es genauer zu betrachten und Veränderungen angehen! Vorleben ist die beste Erziehung!! So können bei den Kindern bereits jetzt schon sinnvolle Autobahnen entstehen die sie dann im Erwachsenenalter nicht erst mühsam neu aufbauen müssen.



Wie das funktioniert emotionales Essen sich abzugwöhnen - darum gehts dann im dritten Teil dieser Story!


Alles Liebe,

Conny

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